Von Bergen, Aboriginies und roten Felsen
Hallo Welt,
als ich mich eben daran machen wollte meinen Blog auf den neuesten Stand zu bringen ist mir klar geworden wie sehr ich ihn ( und damit euch) vernachlässigt habe. Als Entschuldigung kann ich nur anbringen, dass ich ihn den letzten Tagen bzw. Wochen über 3000km durchs Land gereist bin und ständig gefordert war. Nach meiner Rückkehr nach Melbourne und ein paar relaxten Tagen, die ich teilweise nochmal mit Sightseeing oder im Casino zubrachte ( Poker macht wirklich Spass), versuchte ich eine Mitfahrgelegenheit nach Adelaide zu erhaschen. Leider war mir Fortuna nicht ganz wohl gesonnen und meine selbst gesetzte Deadline rückte immer näher, nach deren Ablauf ich den Zug nehmen wollte. Es kam dann doch noch ein kleines Licht am Ende des Tunnels, in Form einer Holländerin, die mich in ihrem Auto zwar nicht mit nach Adelaide aber dafür auf einen Abstecher in die Grampiens ( im Hinterland) mitnehmen wollte. So verbrachten wir dort 3 schöne Tage mit Campen, wandern und kochen über dem Lagerfeuer, wobei das Highlight definitiv der Sonnenuntergang vor Mt. Hollow war. In Melbourne zurück buchte ich dann den Zug, genannt „Overland“, von Melbourne nach Adelaide. Die Fahrt war recht entspant und verging fast wie im Flug, und so kam ich nach 900km und 12h Fahrt in Adelaide an: Außentemperatur 35°, gefühlt 40°. Da ich von der Hauptstadt von South Australia nicht viel erwartet hatte war ich eigentlich recht positiv überrascht. Eingebettet zwischen Fluss und Meer bot die ziemlich sauberer und quirlige Stadt tolle kostenlose Angebote, wie einen Fahrradverleih oder unzählige Museen. So verbrachte ich dort ca. eine Woche, wobei ich viele viele nette Menschen treffen durfte, die oft sehr interessante Stories oder Lebensläufe zu bieten hatten, vom israelischen Fotografiestudenten bis hin zum halb italienisch-halb deutschen Manager, der mit 42 die Arbeit an den Nagel gehängt hat um Australien einmal per Fahrrad zu umrunden. Führ die Weiterfahrt nach Alice Springs, auch The Red Centre genannt, hatte ich schon einen Platz im Campervan zweier Engländer gesichert, deren Motor dann aber leider am Morgen vor der Abfahrt wortwörtlich explodierte. Lange Rede kurzer Sinn, es sollte einmal wieder der Zug werden, diesmal mit dem verheißungsvollen Namen „ The Ghan“. 1500km von Adelaide nach Alice Springs durch die Wüste. Ich hatte mcih schon auf eine recht lange und triste Fahrt eingestellt, wobei ich nicht damit gerechnet hätte, dass auf dem Platz neben mir ein Deutscher aus der Nähe von Neibsheim sitzen würde, Zufälle gibt es. Alice Springs ist leider eine sehr langweilige, öde Stadt, die die Aboriginiproblematik ziemlich deutlich präsentiert. Morgens um 10 schon völlig betrunken, sammeln sich die Ureinwohner scharenweise vor dem Supermarkt um dann in der Nacht arme Touristen auszurauben, weshalb man nichteinmal in der Gruppe nachts alleine hätte rumlaufen können. Das Umland von Alice Springs hat dafür um so mehr zu bieten. Uluru, Kings Canyon und die Olgas. Wer schon jemals etwas von Australiens Outback gehört hat, wird sich an diese Worte erinnern können. Ich möchte hierzu nicht allzuviel schreiben, außer, dass ich drei sehr eindrucksvolle Tage im Outback erleben konnte, und möchte hierbei einfach die Bilder sprechen lassen. Viel Spass ;-) Die nächsten 1500km fuhr ich zusammen mit einem französischen Paar und erneut einer Holländerin durch die Wüste nach Darwin, wobei wir noch das Ende der Regenzeit miterleben durften und vom 45° feuchten Tropenklima bis hin zu Tropischem Regen alles hatten. Der Wüste hats gefallen; grün ohne Ende. Da ich euch nicht überstrapazieren möchte solls dass auch schon gewesen sein. Im Moment suche ich nach einem günstigen Flug nach Asien, wobei es wahrscheinlich Denpasar ( Bali) werden wird.
Der Countdown läuft, ..noch 3 Wochen am anderen Ende der Welt.
Euer Jonas
Bilder -> : http://www.flickr.com/photos/41053376@N05/ ( nicht vergessen auf Seite zwei weiterzublättern)
Mittwoch, 14. April 2010
Mittwoch, 17. März 2010
Overlandtrack und Ostküste von Tasmanien
Hier meldet sich mal wieder euer Reisender vom anderen Ende der Welt um euch zu berichten, was sich so in den letzten Tagen und Wochen abgespielt hat.
Nachdem ich den Entschluss gefasst hatte den Overlandtrack wandern zu wollen ( 80km durch die tasmanische Wildnis) schaltete ich eine Anzeige online um einen Wandergefährten zu finden. Nach ein paar Tagen hat sich dann Ben, ein 26 jähriger deutscher Lehreranwärter, bei mir gemeldet und wir beschlossen, ohne uns vorher je gesehen zu haben, zusammen durch die Wildnis zu streifen. Da er in Devonport mit der Fähre ankam und wir sowieso noch ein paar Ausrüstungsgegenstände und vorallem Futter einkaufen mussten, nahm ich den Bus um ihn dort zu treffen. Wir verstanden uns glücklicherweise recht schnell und trampten dann Sonntags gemeinsam los, da wir die 80 Dollar Busgebühr von Devonport nach Craidle Valley sparen wollten. Nach 4 Stunden und 4 verschiedenen Autos hatten wir die 90km schneller als gedacht geschafft und verbrachten dann dort eine klirrendkalte Nacht im Zelt, wobei ich meinen dicken Winterschlafsack schmerzlich misste. Nach einer schönen 16km Tagestour am Montag, durften wir dann am Dienstag endlich losziehen, da unsere Lizenz ( es gibt eine Beschränkung auf 34 Wanderer am Tag) nun erst gültig war. Unsere Rucksäcke waren die ersten Tage leider schrecklich schwer, da wir doch recht viel Essen dabei hatten und somit geschätzte 16kg schleppen mussten, was sich an den ersten Anstiegen wie 250kg anfühlte.Der Track war sehr schön und abwechslungsreich. Es gibt einen "Haupttrack" auf dessen Pfad sich einfache Holzhütten befinden, die ohne Wasser oder Strom nur gegen die Kälte nachts helfen sollen, und immer wieder sehr schöne Nebentracks, die zu Wasserfällen, glasklaren und klirrendkalten, wie wir feststellen mussten, Seen und Bergen führen. Wir liefen meistens zwischen 17 und 23 km am Tag, was je nach Gelände ( teilweise gab es richtige Kletterpartien) und Gefälle sehr anstrengend sein konnte. Abends wurde dann auf dem kleinen Gaskocher ein Fertiggericht gekocht, wobei der Untergang der Sonne normalerweise auch den Tag beendete, da man ohne Licht sich automatisch schlafen legte. Wir verbrachten die Nächte abwechselnd im Zelt oder in den Holzhütten und waren, nachdem wir noch zufällig einen Deutschen trafen, mit dem ich in Sydney zusammen gearbeitet hatte, zu dritt unterwegs. Nach 85km, in 5 Tagen kamen wir dann glücklich in Lake St.Clair an und freuten uns riesig auf richtiges Essen und Duschen. Nachdem wir nach Hobart getrampt hatten lernten wir dort schnell den Iren Mike kennen und ein deutsches Mädel, namens Sabine, mit denen wir uns zusammen ein Auto mieteten ( wie sich später herausstellen sollte, bekamen wir einen nagelneuen silbernen Jeep) und gemeinsam die Ostküste herunterfuhren. Vorbei an schönen Stränden und einsamen Buchten hatten wir jeden Abend ein schönes Lagerfeuer über dem wir unser Essen zubereiteten und die Nächte wieder im Zelt verbrachten. Höhepunkte hiervon waren absolut die Wineglass-Bay und die Bay of Fire, die ihr in den Bildern bestaunen dürft.
Im Moment bin ich wieder zurück in Melbourne und versuche eine Mitfahrgelegenheit nach Adelaide zu bekommen, von wo aus ich nach Alice Springs weiterreisen möchte.
wer es geschafft hat bis hierhin zu lesen, darf sich jetzt, wenn er will, mit ein paar Bildern belohnen ;-)
http://www.flickr.com/photos/41053376@N05/
euer Jonas
Nachdem ich den Entschluss gefasst hatte den Overlandtrack wandern zu wollen ( 80km durch die tasmanische Wildnis) schaltete ich eine Anzeige online um einen Wandergefährten zu finden. Nach ein paar Tagen hat sich dann Ben, ein 26 jähriger deutscher Lehreranwärter, bei mir gemeldet und wir beschlossen, ohne uns vorher je gesehen zu haben, zusammen durch die Wildnis zu streifen. Da er in Devonport mit der Fähre ankam und wir sowieso noch ein paar Ausrüstungsgegenstände und vorallem Futter einkaufen mussten, nahm ich den Bus um ihn dort zu treffen. Wir verstanden uns glücklicherweise recht schnell und trampten dann Sonntags gemeinsam los, da wir die 80 Dollar Busgebühr von Devonport nach Craidle Valley sparen wollten. Nach 4 Stunden und 4 verschiedenen Autos hatten wir die 90km schneller als gedacht geschafft und verbrachten dann dort eine klirrendkalte Nacht im Zelt, wobei ich meinen dicken Winterschlafsack schmerzlich misste. Nach einer schönen 16km Tagestour am Montag, durften wir dann am Dienstag endlich losziehen, da unsere Lizenz ( es gibt eine Beschränkung auf 34 Wanderer am Tag) nun erst gültig war. Unsere Rucksäcke waren die ersten Tage leider schrecklich schwer, da wir doch recht viel Essen dabei hatten und somit geschätzte 16kg schleppen mussten, was sich an den ersten Anstiegen wie 250kg anfühlte.Der Track war sehr schön und abwechslungsreich. Es gibt einen "Haupttrack" auf dessen Pfad sich einfache Holzhütten befinden, die ohne Wasser oder Strom nur gegen die Kälte nachts helfen sollen, und immer wieder sehr schöne Nebentracks, die zu Wasserfällen, glasklaren und klirrendkalten, wie wir feststellen mussten, Seen und Bergen führen. Wir liefen meistens zwischen 17 und 23 km am Tag, was je nach Gelände ( teilweise gab es richtige Kletterpartien) und Gefälle sehr anstrengend sein konnte. Abends wurde dann auf dem kleinen Gaskocher ein Fertiggericht gekocht, wobei der Untergang der Sonne normalerweise auch den Tag beendete, da man ohne Licht sich automatisch schlafen legte. Wir verbrachten die Nächte abwechselnd im Zelt oder in den Holzhütten und waren, nachdem wir noch zufällig einen Deutschen trafen, mit dem ich in Sydney zusammen gearbeitet hatte, zu dritt unterwegs. Nach 85km, in 5 Tagen kamen wir dann glücklich in Lake St.Clair an und freuten uns riesig auf richtiges Essen und Duschen. Nachdem wir nach Hobart getrampt hatten lernten wir dort schnell den Iren Mike kennen und ein deutsches Mädel, namens Sabine, mit denen wir uns zusammen ein Auto mieteten ( wie sich später herausstellen sollte, bekamen wir einen nagelneuen silbernen Jeep) und gemeinsam die Ostküste herunterfuhren. Vorbei an schönen Stränden und einsamen Buchten hatten wir jeden Abend ein schönes Lagerfeuer über dem wir unser Essen zubereiteten und die Nächte wieder im Zelt verbrachten. Höhepunkte hiervon waren absolut die Wineglass-Bay und die Bay of Fire, die ihr in den Bildern bestaunen dürft.
Im Moment bin ich wieder zurück in Melbourne und versuche eine Mitfahrgelegenheit nach Adelaide zu bekommen, von wo aus ich nach Alice Springs weiterreisen möchte.
wer es geschafft hat bis hierhin zu lesen, darf sich jetzt, wenn er will, mit ein paar Bildern belohnen ;-)
http://www.flickr.com/photos/41053376@N05/
euer Jonas
Samstag, 20. Februar 2010
Ferien auf dem Bauernhof
Raus aus der Großstadt und ab in die Wildnis. So oder so ähnlich könnte man den Ortswechsel Melbourne -> Tasmanien wohl beschreiben, den ich mittags am 8. Februar gemacht habe. Nachdem ich mich von Toms Familie verabschiedet hatte, machte ich mich daran mit Sack und Pack zum Flughafen aufzubrechen, wobei ich seit längerem mal wieder auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen war, da wir unseren Van "Daisy" zuvor an andere deutsche Backpacker verscherbelt hatten ( ob die wohl bald merken, dass wir die ganzen Rostlöcher nur überpinselt haben ? ^^). Ich musste leider schnell feststellen, dass das Gewicht meiner Ausrüstung auf kaum mehr tragbare 22kg großer Rucksack + 9 kg kleiner Rucksack angewachsen war, die ich im Schweiße meines Angesichtes durch U-Bahn und Bus schleppen durfte. Ich sah in der Tat aus wie ein überladener Packesel, was einfach daran liegt, dass man in 4 Monaten Roadtrip so einiges ansammelt, das man im Auto verstaut, nur später dann beim Schultern des Rucksacks plötzlich schmerzlich realisiert, was es heißt, zwei oder drei kg mehr tragen zu müssen. Da ich natürlich eine billig Airline gebucht hatte, die keine Gnade walten lässt bei jungen, überladenen Backpackern, teilte mir der Herr am Check-In freudig mit, dass ich solange umpacken müsse, bis ich die Grenzen einhalten würde. Nun denn, gestopft, gedrückt, gezottelt. Nach 30min wog mein Rucksack nur noch 20kg, wobei dadurch mein Handgepäck nach Adam Riese auf 11kg angewachsen war, aber no worries. Das Handgepäck wird normal nicht gewogen ( auch wenn nur 7 kg erlaubt sind). Nach einer Stunde Flug mit viel zu wenig Beinfreiheit kam ich in Launceston an ( hierbei nochmal an meinen lieben Bruder David, man spricht es wirklich Lonseston aus :-P ), wo mich glücklicherweise schon Martin in Empfang nahm. Kurz zur Erklärung, Martin ist Elke Sommers Bruder, mit der ich gemeinsam im proVocal in "Minze" singe, so hat es sich ergeben, dass ich mit ihm Kontakt aufnahm, um bei ihm auf seiner kleinen "Farm" woofen zu können. Woofen steht für -> willing workers on organic farms, und bedeutet so viel wie, "arbeite 3-5h täglich auf einem biologischen Bauernhof und bekomme dafür dein Essen und Unterkunft freigestellt." Martin ist nach einem seiner vielen Trips um die Welt in Australien sozusagen hängengeblieben und wohnt hier nun schon seit mehr als 25 Jahren in Tasmanien 30min weg von der nächsten kleinen Ansiedlung, mitten in den Bergen in der Nähe eines kleinen Sees. So kümmern wir uns jeden Morgen zuerst um die Kühe und Pferde, die ihre Koppel umgesteckt bekommen, wobei wir den Mist aufladen und Martins Würmern zu fressen geben, die er züchtet. Kompostwürmer für den Verkauf ;-). Danach arbeiten wir meistens etwas handfesteres und spalten Holz bzw. türmen es zu schönen Wänden auf, damit es gut trocknen kann. Die Bilder machen das ganze etwas verständlicher, glaube ich. In den nächsten Tagen möchte ich mich wahrscheinlich von hier verabschieden und den 80km langen Overland Track wandern, einer der bekanntesten Wanderwege Australiens, danach gibt es wieder mehr.
liebe Grüße
wer etwas von schönen Berglandschaften, Kompostwürmern, oder meinem Ausflug nach Davenport sehen möchte, ist eingeladen sich durch die Bilder zu klicken.
http://www.flickr.com/photos/41053376@N05/
euer Jonas
liebe Grüße
wer etwas von schönen Berglandschaften, Kompostwürmern, oder meinem Ausflug nach Davenport sehen möchte, ist eingeladen sich durch die Bilder zu klicken.
http://www.flickr.com/photos/41053376@N05/
euer Jonas
Montag, 25. Januar 2010
von Sydney nach Melbourne...
Hallo,
hiermit melde ich mich mal wieder zurück um euch etwas zu berichten, was in den letzten Wochen und Tagen so geschehen ist. Von Sydney aus ging es zu dritt los, da wir, wie ich im letzten Post schon berichtet hatte, noch die Deutsche Katharina als Mitfahrerin aufgenommen hatten. Da sie bisher in Australien immer Unterkunft durch Couchsurfing gefunden hatte ( ein online Portal, bei dem Reisende sich gegenseitig kostenlos Unterkunft anbieten), kamen nun auch wir in den nächsten eineinhalb Wochen in den Genuss etwas Couchsurfing auszuprobieren. Man trifft dabei wirklich die unterschiedlichsten Menschen und lernt die vielfältigsten Orte kennen, so wohnten wir in Jerveys Bay bei 3 Jungs von der Navy, die uns großzügig in ihrem Haus wohnen ließen und uns sogar einen Hausschlüssel überreichten. In den folgenden Tagen zeigten sie uns etwas die Gegend, so z.B. Hayman Beach, der angeblich der weißeste Sandstrand der Welt sein soll ( einen wirklich großen Unterschied zu den anderen strahlend-weißen Stränden konnen wir irgendwie nicht mehr erkennen). Die nächsten Nächte verbrachten wir zuerst bei einer Familie etwas im Landesinneren und danach bei Sam, einem 20 jährigen Schaafscheerer, der uns als Geheimtip auf eine Insel schickte, wo es nur so von Koalas wimmelte. Danach waren wir zusammen mit Tom und Reuben, zwei Aussies in unserem Alter, auf der Pinguin-Insel Philip Island, wo wir die Nacht am Strand mit großem Lagerfeuer verbrachten ( und deutschen Bockwürsten) und den nächsten Tag auf einem kleinen Musik-Festival. Danach trennten wir uns von Katharina wieder, die mit den zwei Jungs direkt nach Melbourne fuhr, da sie dort einen Job angeboten bekam, Lennart und Ich setzten danach noch mit der Fähre bis zum Anfang der Great Ocean Road über und fuhren die 280 spektakulären kurvigen Kilometer, vorbei an den 12 Apostels und anderen tollen Felsformationen die über Jahrtausende hindurch vom Wasser geformt wurden. In Melbourne angekommen durften wir dann glücklicherweise bei Toms Familie eine Weile wohnen, die uns sehr herzlich aufnahmen und dafür von uns Spätzle mit Kartoffelsuppe ( sprich; Verheierte) und als Nachspeiße Hefeknödel mit Pflaumenkompott und Vanillesoße bekamen; Deutscher gehts doch nicht, oder ?
Toms Dad half uns noch etwas unsere Daisy wieder aufzufrischen, so übersprühten wir den ganzen Rost und spachtelten kleinere Löcher wieder zu, bis unser Van am Ende verkaufsbereit aussah. Im Moment sind wir sozusage gerade mitten in den Verhandlungen, zwei Französinnen haben den Van schon probegefahren und sind daran recht interessiert, mal schauen ob sie ihn uns abkaufen. Sobald der Deal unter Dach und Fach ist werde ich einen Flug nach Tasmanien buchen und dort meine Reise fortsetzen. Bis dahin, bleibt gesund, ....man sieht sich im Mai wieder ;-)
Bilder -> http://www.flickr.com/photos/41053376@N05/
euer Jonas
hiermit melde ich mich mal wieder zurück um euch etwas zu berichten, was in den letzten Wochen und Tagen so geschehen ist. Von Sydney aus ging es zu dritt los, da wir, wie ich im letzten Post schon berichtet hatte, noch die Deutsche Katharina als Mitfahrerin aufgenommen hatten. Da sie bisher in Australien immer Unterkunft durch Couchsurfing gefunden hatte ( ein online Portal, bei dem Reisende sich gegenseitig kostenlos Unterkunft anbieten), kamen nun auch wir in den nächsten eineinhalb Wochen in den Genuss etwas Couchsurfing auszuprobieren. Man trifft dabei wirklich die unterschiedlichsten Menschen und lernt die vielfältigsten Orte kennen, so wohnten wir in Jerveys Bay bei 3 Jungs von der Navy, die uns großzügig in ihrem Haus wohnen ließen und uns sogar einen Hausschlüssel überreichten. In den folgenden Tagen zeigten sie uns etwas die Gegend, so z.B. Hayman Beach, der angeblich der weißeste Sandstrand der Welt sein soll ( einen wirklich großen Unterschied zu den anderen strahlend-weißen Stränden konnen wir irgendwie nicht mehr erkennen). Die nächsten Nächte verbrachten wir zuerst bei einer Familie etwas im Landesinneren und danach bei Sam, einem 20 jährigen Schaafscheerer, der uns als Geheimtip auf eine Insel schickte, wo es nur so von Koalas wimmelte. Danach waren wir zusammen mit Tom und Reuben, zwei Aussies in unserem Alter, auf der Pinguin-Insel Philip Island, wo wir die Nacht am Strand mit großem Lagerfeuer verbrachten ( und deutschen Bockwürsten) und den nächsten Tag auf einem kleinen Musik-Festival. Danach trennten wir uns von Katharina wieder, die mit den zwei Jungs direkt nach Melbourne fuhr, da sie dort einen Job angeboten bekam, Lennart und Ich setzten danach noch mit der Fähre bis zum Anfang der Great Ocean Road über und fuhren die 280 spektakulären kurvigen Kilometer, vorbei an den 12 Apostels und anderen tollen Felsformationen die über Jahrtausende hindurch vom Wasser geformt wurden. In Melbourne angekommen durften wir dann glücklicherweise bei Toms Familie eine Weile wohnen, die uns sehr herzlich aufnahmen und dafür von uns Spätzle mit Kartoffelsuppe ( sprich; Verheierte) und als Nachspeiße Hefeknödel mit Pflaumenkompott und Vanillesoße bekamen; Deutscher gehts doch nicht, oder ?
Toms Dad half uns noch etwas unsere Daisy wieder aufzufrischen, so übersprühten wir den ganzen Rost und spachtelten kleinere Löcher wieder zu, bis unser Van am Ende verkaufsbereit aussah. Im Moment sind wir sozusage gerade mitten in den Verhandlungen, zwei Französinnen haben den Van schon probegefahren und sind daran recht interessiert, mal schauen ob sie ihn uns abkaufen. Sobald der Deal unter Dach und Fach ist werde ich einen Flug nach Tasmanien buchen und dort meine Reise fortsetzen. Bis dahin, bleibt gesund, ....man sieht sich im Mai wieder ;-)
Bilder -> http://www.flickr.com/photos/41053376@N05/
euer Jonas
Freitag, 8. Januar 2010
...ein neuer Anfang
Hallo ihr lieben,
da ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe wuensche ich Euch allen noch nachtraeglich ein frohes, glueckliches und erfolgreiches Jahr 2010! Fuer mich und Verena hat das neue Jahr mit dem Feuerwerk von der Harbourbridge in Sydney sehr spektakulaer begonnen, was ein unvergessliches Erlebnis bleiben wird. Wie einige von Euch vielleicht mitbekommen haben hat Verena es sich nicht nehmen lassen einmal um die ganze Welt zu fliegen, um mich fuer 3 Wochen besuchen zu kommen. So habe ich mich dann auch wirklich sehr sehr gefreut als ich Sie nach unserer Tour die Ostkueste runter bis Sydney, endlich am Flughafen empfangen konnte. Wir haben zusammen 3 turbulente und schoene Wochen erlebt, die vom Reifenwechsel auf dem Standstreifen, bis zur anstrengenden Wohnungssuche, bis hin zum schoenen Abendessen mit Blick ueber die Stadt und einem Besuch des Sydney Sinphonic Orchestras in der Oper, alles zu bieten hatten. Leider leider faengt fuer Sie wieder der Ernst des Lebens in der Uni an, weshalb ich sie schon wieder in den Flieger Richtung "good old Germany" setzten musste. Mein Reisebegleiter Lennart, eine weitere Deutsche und meine Wenigkeit werden nun unsere Reise bis Melbourne fortsetzen und uns ueberraschen lassen, was noch so alles auf uns wartet.
Ich hoffe ihr habt euch alle ueber die Postkarten gefreut und wer noch keine bekommen hat, ist als naechstes dran ;-).
anbei wie immer ein paar kleine Eindruecke von Sydney und unseren Erlebnissen.
http://www.flickr.com/photos/41053376@N05/
PS: ..haltet euch auch brav an eure guten Vorsaetze ;-)
euer Australier
Jonas
da ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe wuensche ich Euch allen noch nachtraeglich ein frohes, glueckliches und erfolgreiches Jahr 2010! Fuer mich und Verena hat das neue Jahr mit dem Feuerwerk von der Harbourbridge in Sydney sehr spektakulaer begonnen, was ein unvergessliches Erlebnis bleiben wird. Wie einige von Euch vielleicht mitbekommen haben hat Verena es sich nicht nehmen lassen einmal um die ganze Welt zu fliegen, um mich fuer 3 Wochen besuchen zu kommen. So habe ich mich dann auch wirklich sehr sehr gefreut als ich Sie nach unserer Tour die Ostkueste runter bis Sydney, endlich am Flughafen empfangen konnte. Wir haben zusammen 3 turbulente und schoene Wochen erlebt, die vom Reifenwechsel auf dem Standstreifen, bis zur anstrengenden Wohnungssuche, bis hin zum schoenen Abendessen mit Blick ueber die Stadt und einem Besuch des Sydney Sinphonic Orchestras in der Oper, alles zu bieten hatten. Leider leider faengt fuer Sie wieder der Ernst des Lebens in der Uni an, weshalb ich sie schon wieder in den Flieger Richtung "good old Germany" setzten musste. Mein Reisebegleiter Lennart, eine weitere Deutsche und meine Wenigkeit werden nun unsere Reise bis Melbourne fortsetzen und uns ueberraschen lassen, was noch so alles auf uns wartet.
Ich hoffe ihr habt euch alle ueber die Postkarten gefreut und wer noch keine bekommen hat, ist als naechstes dran ;-).
anbei wie immer ein paar kleine Eindruecke von Sydney und unseren Erlebnissen.
http://www.flickr.com/photos/41053376@N05/
PS: ..haltet euch auch brav an eure guten Vorsaetze ;-)
euer Australier
Jonas
Donnerstag, 3. Dezember 2009
back on the road
Nach 4 Wochen Arbeit in Ayr, sind wir nun endlich wieder zurück auf der Straße Richtung Süden. Die Zeit im Working-Hostel war definitiv anstrengend und schweißtreibend aber dafür auch erfahrungsreich. Nach dem Chillipflücken ging es für eine Woche auf die Paprikafelder wo wir feststellen mussten, dass wir den asiatischen Turbopflückern einfach nicht gewachsen waren und selbst mit einer 600ter Ibu-Profen für die Rückenschmerzen noch lange nicht schnell genug arbeiten konnten um den Farmer glücklich zu stellen. Glücklicherweise durften wir danach ans Mangopflücken, was sich anfangs als recht leichte Arbeit erwies, leider wollte meine Haut nicht so ganz und reagierte allergisch auf den recht aggressiven Mangosaft, sodass zuerst meine beiden Hände und später der restliche Oberkörper komplett rot wurden. Im Hostel wollte anschließend jeder wissen, ob das an meinen Händen denn Blut sei und wen ich ermordet hätte. Unsere letzte Woche verbrachten wir dann mit Dan dem Malermeister. Wir schliffen und strichen jeden Tag mit ihm zusammen, bis wir dann nach Feierabend von ihm auf ein schönes Bier eingeladen wurden. Die australische Gastfreundschaft ist wirklich sehr groß, was sich auch gleich wieder bestätigte, als wir mit zusammengebrochener Autobatterie liegen blieben und sofort ein netter Australier zur Stelle war, der sich unser und unserer Batterie annahm, und natürlich durfte auch hierbei beim Warten das eisgekühlte Bier nicht fehlen ;-) Auf unserem Weg von Ayr ins 1000km entfernte Hervey Bay, wo wir aktuell sind, haben wir ein paar tolle Nationalparks erwandert ( Cape Hillesborough), waren in der Stadt, deren Namen nur aus Ziffern besteht, „Town 1770“,fuhren nachts mit leerem Tank die 30km um die Lichter von Rockhampton von Mt. Archer aus zu sehn, haben in Bundaberg in der Distillery das Nationalgetränk von Australien, den „Bundaberg Rum“ getestet, und waren nachts dabei, als eine über einen Meter große Schildkröte an den Strand kam und ihre Eier ablegte, was eine sehr beeindruckendes Geschehen war. Um dieser doch sehr erlebnisreichen Woche noch eines draufzusetzen, haben wir für die nächsten zwei Tage einen Trip nach Fraser-Island gebucht, wo wir mit einem Allradjeep über die Sandstraßen brettern werden um im glasklaren Wasser von Lake McKanzey zu baden.
Anbei habe ich wieder ein paar Bilder für euch, von der Arbeit in Ayr, den schweren Jungs im Ayr’schen Fitnessstudio, das wir während den 4 Wochen Arbeit noch besucht haben, von unserem Van „Daisy“, von zwei Wallabies, den Lichtern über Rockhampton, die große Flasche von Bundaberg Rum und schließlich die Schildkröte beim Eierlegen,
http://www.flickr.com/photos/41053376@N05/
ich freue mich immer über jeden Eintrag im Gästebuch und wünsche euch allen eine frohe Weihnachtszeit.
Euer Jonas
Anbei habe ich wieder ein paar Bilder für euch, von der Arbeit in Ayr, den schweren Jungs im Ayr’schen Fitnessstudio, das wir während den 4 Wochen Arbeit noch besucht haben, von unserem Van „Daisy“, von zwei Wallabies, den Lichtern über Rockhampton, die große Flasche von Bundaberg Rum und schließlich die Schildkröte beim Eierlegen,
http://www.flickr.com/photos/41053376@N05/
ich freue mich immer über jeden Eintrag im Gästebuch und wünsche euch allen eine frohe Weihnachtszeit.
Euer Jonas
Freitag, 6. November 2009
von Chillis und anderen Früchten..
Hallo Welt,
solltet ihr in den nächsten Tagen Chillis im Supermarkt erwerben, so denkt doch bitte ein bisschen an mich, der gerade 8,5h täglich bei 30grad auf dem Boden herumkriecht und Chillis pflückt ,-). Wir haben hier in Ayr einen Job gefunden bei Herrn Darren Keane auf der Farm. So ziehen wir denn jeden Morgen los in den großen Chilli-Kampf. Man bekommt das Gefühl, was die osteuropäischen Erntehelfer in Deutschland sind, die die deutschen Backpacker in Australien. Wir bekommen 2,5Dollar pro Kilogramm Chilli und man muss sich wirklich verdammt reinhängen um auf seine Tagesmenge zu kommen. So hab ich denn die letzten 3 Tage zusammen über 150kg gepflückt ( das sind ca. 16 000 Chilli !!!, ..). Voraussichtlich werden wir die nächsten 2 Wochen noch weiter Chillis pflücken, bevor dann endlich endlich die Mangoseason anfängt und wir dann für einen Stundenlohn Mangos aus den Bäumen fischen dürfen. Es gibt aber auch ein paar positive Dinge von der Arbeit zu berichten. Darren und seine ganze Family sind sehr nett und wir dürfen jeden Tag nach der Arbeit so viel von seinem selbstgebrauten Bier trinken, wie wir möchten ( lecker ). Die kleinen, 10 und 8 jährigen Jungs düsen währenddessen den ganzen Tag auf ihren Mini-Motorrädern oder ihren Quads um uns herum und nehmen unsere vollen Körbe mit. Auf einer australischen Farm groß zu werden scheint eine Menge Spass zu machen.
...hoffe euch geht es auch allen gut !
liebe Grüße
der Jonas
solltet ihr in den nächsten Tagen Chillis im Supermarkt erwerben, so denkt doch bitte ein bisschen an mich, der gerade 8,5h täglich bei 30grad auf dem Boden herumkriecht und Chillis pflückt ,-). Wir haben hier in Ayr einen Job gefunden bei Herrn Darren Keane auf der Farm. So ziehen wir denn jeden Morgen los in den großen Chilli-Kampf. Man bekommt das Gefühl, was die osteuropäischen Erntehelfer in Deutschland sind, die die deutschen Backpacker in Australien. Wir bekommen 2,5Dollar pro Kilogramm Chilli und man muss sich wirklich verdammt reinhängen um auf seine Tagesmenge zu kommen. So hab ich denn die letzten 3 Tage zusammen über 150kg gepflückt ( das sind ca. 16 000 Chilli !!!, ..). Voraussichtlich werden wir die nächsten 2 Wochen noch weiter Chillis pflücken, bevor dann endlich endlich die Mangoseason anfängt und wir dann für einen Stundenlohn Mangos aus den Bäumen fischen dürfen. Es gibt aber auch ein paar positive Dinge von der Arbeit zu berichten. Darren und seine ganze Family sind sehr nett und wir dürfen jeden Tag nach der Arbeit so viel von seinem selbstgebrauten Bier trinken, wie wir möchten ( lecker ). Die kleinen, 10 und 8 jährigen Jungs düsen währenddessen den ganzen Tag auf ihren Mini-Motorrädern oder ihren Quads um uns herum und nehmen unsere vollen Körbe mit. Auf einer australischen Farm groß zu werden scheint eine Menge Spass zu machen.
...hoffe euch geht es auch allen gut !
liebe Grüße
der Jonas
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